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Riskante Flirts im Internet
Neue Initiative "SaferDating" will mehr Sicherheit beim Online-Dating


Reutlingen/Stuttgart, 02. Dezember 2004. Die Partnersuche im Internet zieht Millionen von Singles in ihren Bann. Noch nie war es so einfach, andere Menschen kennen zu lernen. Doch im arglosen Umgang mit dem neuen Trend lauern auch Gefahren. Zwei spektakuläre Verbrechen haben die Diskussion um die Sicherheit beim Online-Dating kürzlich wieder angefacht. Eine neue Initiative von Interessengruppen und Anbietern nimmt sich nun des Themas an.

Murat Y. und Giuseppina L. wollten in diesem Sommer einen Partner über das Internet finden. Doch statt der großen Liebe lernten sie ihre Mörder kennen. Kaum drei Jahre nach dem ersten tödlichen Internet-Verbrechen stellt sich erneut die Frage nach der Sicherheit beim Flirt im Netz. Die Initiative SaferDating (http://www.saferdating.de) will nun für mehr Transparenz bei Nutzern und Betreibern von Dating-Diensten sorgen.

Gewaltverbrechen als Folge des Internet-Flirts sind zum Glück die Ausnahme. Wesentlich häufiger dagegen kommt es zu finanziellen und psychologischen Schäden. Gutgläubige Singles wurden bereits von vermeintlichen Traumpartnern um umfangreiche Geldbeträge erleichtert. Auch das Thema Stalking erreicht neue Dimensionen - wer einmal arglos seine Telefonnummer angibt, wird einen verschmähten Flirtpartner oft nicht mehr los. Selbst vor dem Ehefrieden macht das neue Phänomen nicht Halt. Schuld ist der bequeme Seitensprung im Netz. In England werden steigende Scheidungsraten mittlerweile auch auf Online-Flirts zurückgeführt.

"Die mangelnde Erfahrung vieler Nutzer ist die Ursache der meisten Risiken", so Marcel Heyne, Sprecher der Initiative. "Hinzu kommt, dass das Gefühl, einen Seelenpartner gefunden zu haben, viele Singles leichtsinnig und manipulierbar werden lässt." Psychologische Schutzmechanismen werden durch die Anonymität der Partnerwahl leicht ausgehebelt. Zwar existieren bereits redaktionelle und technologische Möglichkeiten zum Schutz der Partner Suchenden. Doch kaum ein Betreiber nutzt diese Möglichkeiten voll aus. Sicherheit und Transparenz müssen sich oftmals zugunsten eines schnelleren Wachstums der Angebote unterordnen.

Das will die Initiative SaferDating nun ändern. Dazu wurden in Zusammenarbeit mit dem Dating-Dienstleister ICONY Leitlinien für Betreiber entwickelt. über 20 Dating-Angebote unterstützen mittlerweile diese Grundsätze. Gefordert werden unter anderem ein besonderer Schutz der Persönlichkeitsrechte der Nutzer sowie eine hohe Transparenz der Produkte. Das Informationsangebot unter saferdating.de wendet sich jedoch auch direkt an Partner Suchende. Die Website erläutert Risiken und gibt Hinweise für sicheres Online-Dating. Im Ernstfall helfen Links zu weiterführenden Angeboten weiter.

SaferDating ist eine Initiative des Online-Magazins how2date (http://www.how2date.de) in Zusammenarbeit mit mediarisk international (http://www.mediarisk.org) und ICONY (http://www.ICONY.de). Mittelfristiges Ziel des Projektes ist eine möglichst breite Aufklärung von Nutzern und Betreibern. Dazu werden weitere Partnerschaften in Kürze folgen.

SaferDating - Initiative für sicheres Online-Dating
Kontakt: Marcel Heyne
Tel.: 07276 919581
Fax: 07276 919572
E-Mail: mheyne@saferdating.de
http://www.saferdating.de



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